BODENFUNDE
"Innerhalb der 30 Hauptkampfwochen der Schlacht verfeuerten die deutschen Batterien 1.350000 Tonnen Granaten. Man darf annehmen, dass auf französischer Seite genau soviel Munition verschossen wurde."
Aus "Verdun - Das große Gericht" von Paul Ettighoffer
GRANATEN & MINEN - HANDGRANATEN - AUSRÜSTUNGSGEGENSTÄNDE - MUNITION & WAFFEN - KNOCHEN - VERSCHIEDENES
In dem gesamten Areal sind wir bei unseren Verdun - Touren auch immer wieder auf Spuren der Schlacht gestoßen. Ob mitten im Wald oder direkt an den offiziellen Wanderwegen - überall finden sich Stücke, die aus den Kämpfen stammen.
Natürlich stößt man auch immer wieder auf Blindgänger oder Munitionsteile. Zwar wurde direkt nach dem Krieg damit begonnen, das Schlachtfeld "aufzuräumen", jedoch war die Menge an Blindgängern und Ausrüstungsgegenständen so enorm, dass eine komplette Säuberung unmöglich ist.
Außerdem war die Erde in diesem Areal dermaßen umgewühlt, das viele Teile erst nach Jahrzehnten den Weg zurück an die Oberfläche fanden.
Oft sieht man Granaten oder Minen, die mit grüner Farbe gekennzeichnet sind. Diese Zeichen stammen von Waldarbeitern (in diesem Bereich ein ziemlich gefährlicher Job!), die diese Blindgänger markieren, damt der Kampfmittelräumdienst, der regelmäßig durch die Wälder streift, sie besser orten und abtransportieren kann.
Trotz des jahrzehntelangen Schlachtfeldtourismus und die oft damit verbundene Sammelleidenschaft stießen wir auch immer wieder auf Knochenfragmente, die wir dann zumindest mit Erde bedeckten.
Auf meinen Fotos könnt ihr einige unserer Funde sehen.
Noch ein Tipp: Bitte Vorsicht bei dem Umgang mit Granaten oder Munitionsresten! In Verdun wurden auch in großen Mengen Gasgranaten verschossen. Für den Laien nicht zu unterscheiden und nicht erkennbar, welche von ihnen noch scharf sind und welche nicht. Daher immer einen Sicherheitsabstand halten und nur fotografieren. Auf jeden Fall aber niemals berühren!!!
In regelmäßigen Abständen berichtet die französische Presse von Unfällen im Zusammenhang mit Munitionsfunden. Nicht selten bezahlen die Betroffenen ihre Leichtsinnigkeit mit dem Leben.