Grand Rue 1914
Bereits am 25. August 1914 wurde Haumont
evakuiert
Zu Beginn der Kämpfe um Verdun wurde das Dorf unter starken
deutschen Artilleriebeschuss genommen. Die dort verbliebenen französischen Infanteristen des 362. Infanterieregiments unter dem Kommando von Oberstleutnant Bonviolle leisteten erbitterten
Widerstand, konnten aber nicht verhindern, dass der Ort am 21. Februar 1916 in deutsche Hände fiel.
Haumont 1918
Nach dem Krieg wurde Haumont der Roten Zone zugeordnet und
ein Wiederaufbau untersagt. Die Wasserquellen waren aufgrund der vielen tierischen und menschlichen Kadaver, die im Boden vergraben waren, verseucht. Senfgas machte den Boden für die
Landwirtschaft unbrauchbar.
Bis heute finden sich noch unzählige Blindgänger in diesem
Bereich, die eine Wiederbesiedlung unmöglich machten.
Die Kapelle wurde 1932 auf dem Gelände der ehemaligen
Dorfkirche errichtet.
In ihrer Nähe befinden sich noch einige Grabsteine aus der
Zeit vor 1916.
In den Ruinen errichteten die Deutschen ein Blockhaus, das
auch heute noch zu sehen ist.
1911 betrug die Einwohnerzahl 131, 1921 nur noch
fünf.