DIE ETAPPE - damals und heute

 

 

Braquis - Monument und Kirche
Braquis - Monument und Kirche

Eine wichtige Rolle während des gesamten Krieges spielten die Etappenorte. Hier im Hinterland befanden sich Lazarette, Friedhöfe, Lager und Unterkünfte für die Reserven. Oftmals existierten intakte Bahnverbindungen und Straßen, die für einen Nachschub von Truppen, die Versorgung mit Material, Lebensmitteln und Munition für die Front unentbehrlich waren.

Die meisten dieser Orte wurden schon kurz nach Ausbruch des Krieges eingenommen, befanden sich im Bereich Deutsch-Lothringens oder wurden zu Beginn der Kämpfe um Verdun erobert. Oft war die Bevölkerung gerade im frontnahen Bereich vorher bereits evakuiert worden.  

 

Gremily - Kirche
Gremily - Kirche

Die Einwohner, die zurück geblieben waren, hatten nicht selten unter ihren Besatzern zu leiden. So mussten sie oftmals ihre Häuser räumen und den Truppen oder Offizieren überlassen, Ernte und Vieh wurde konfisziert. Nicht selten gerieten die Einwohner in Gefangenschaft und wurden nach Deutschland deportiert, um dort in Rüstungsunternehmen zu arbeiten.  Auch kam es vor, dass Teile der Bevölkerung als Kriegsverbrecher standgerichtlich hingerichtet wurden (siehe Jarny).


Oft sprengte man auf deutscher Seite unmittelbar nach der Eroberung die Kirchtürme, da diese der französischen Artillerie als Orientierungspunkte dienten.

 

Etain - Monument und wiederaufgebaute Kirche
Etain - Monument und wiederaufgebaute Kirche

In vielen dieser Ortschaften sind auch heute noch Spuren der deutschen Besatzung zu finden. Oft allerdings waren die Dörfer so zerschossen, dass kaum ein Gebäude erhalten blieb. Lediglich die Kirchen wurden nach dem Krieg wieder aufgebaut. Anhand deutscher Feldpostkarten und privater Fotografien können einige dieser Punkte auch heute noch wiedererkannt werden. Ich versuche diese Aufnahmen aus möglichst gleicher Perspektive (wenn auch nicht immer möglich da heute oft Privatgelände) nach zu fotografieren und hier zu veröffentlichen.

 

Jarny

Die Stadt Jarny lag 1914 nur wenige Kilometer von der damaligen deutsch – französischen Grenze entfernt und wurde bereits in den ersten Kriegstagen von deutschen Truppen besetzt.

Am 26. August 1914 kam es zu einem Massaker an der französischen Bevölkerung. Mehrere Geiseln – unter ihnen auch der Bürgermeister und der Pfarrer – wurden unter dem Verdacht Widerstandsgruppen anzugehören oder zu unterstützen standrechtlich auf offener Straße erschossen. Zahlreiche weitere Opfer, vor allem italienische Gastarbeiter und deren Angehörige, folgten.

Ein Fenster an der Kirche erinnert noch heute an die Opfer.

Die deutschen Besatzer blieben bis kurz vor Ende des Krieges 1918.

 

Im Juni 2012 besuchten wir den Zivilfriedhof von Jarny. Dort stießen wir auf ein kurioses Relikt der deutschen Besatzungszeit: Die Friedhofsglocke – angefertigt aus einer Granate mit der Inschrift "Friede sei Ihr erst Geläute!"

 

 

Der Zivilfriedhof

Jeandelize

Conflans - Bahnhof



Etain

Hattonchatel

Woinville

Vigneulles

Rouvres

Buzy

Forges

Woel


Pont - a - Mousson

Eton

Damvillers

Landres

Charpentry

Cheppy

Fresnes-en-Woevre

Vieville



Vieville - Waschhaus



St. Maurice sous-les-cotes


Labry - deutsches Lazarett


Epinonville


Ich freue mich sehr über private Fotos oder Feldpostkarten, die Sie mir für die Veröffentlichung auf meiner Webseite zur Verfügung stellen können!

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Literaturtipps:

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