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FROIDETERRE - KALTE ERDE

Terrassen Dach "Froideterre"

 

Als Glied im Verteidigungsgürtel um Verdun sicherte die Anhöhe Froideterre das Gebiet im Norden ab, denn sie bildet die natürliche Grenze zwischen dem Maastal und dem am rechten Ufer der Maas entlanglaufenden Höhenzug. Sie wurde zu einer wichtigen Stellung des französischen Widerstandes ausgebaut und birgt zahlreiche miteinander verbundene und auf mehreren Ebenen angelegte Befestigungselemente. Deren noch heute sichtbaren Überreste zeugen von der wichtigen Rolle, die ihnen in den entscheidenden Kämpfen vom Sommer 1916 zukamen.

Strichliste französischer Soldaten im Inneren des Werks
Strichliste französischer Soldaten im Inneren des Werks

Die Befestigungsanlage Froideterre lag auf der Anhöhe zwischen der Maas und Douaumont und bildete das Herzstück der Anlage. Sie war von einem Wehrgraben umgeben, besaß eine Kaserne mit Betonpanzer, und mit ihren in MG-Ständen und Bunkern sicher untergebrachten Geschützen konnten die benachbarten Anlagen von Charny und Thiaumont gedeckt werden. Sie diente der eigenen Verteidigung und konnte gleichzeitig zum Schutz anderer, naher Truppeneinheiten verwendet werden.

 

Einschussspuren in der Fassade
Einschussspuren in der Fassade

Mehrere da-zwischenliegende Stellungen für stationierte Infanterietruppen vervollständigten die Verteidigungswirkung der Anlage. Die beton-ierten Brustwehre (Schützenstellungen X und Y) dienten zur Deckung der MG-Schützen, die stehend die äußeren Seitenhänge kontrollierten. Leicht hinter der Verteidigungshöhe liegende, in Bodensenkungen der Hänge versteckte Unterstände boten den hier agierenden Infanteristen Schutz vor Artilleriefeuer. Die mit Stahlbeton verstärkten Gewölbe, in denen die Soldaten sicheren Schutz finden konnten, spielten bei den Kampfhandlungen eine wesentliche Rolle.

In den Hängen der engen Bachtäler verlaufende Verbindungswege und Versorgungsräume stellten die Logistik sicher. Wie alle schusssicheren Bauwerke dienten auch diese Unterstände und Gerätelager während der Schlacht als Befehlsstellen oder Sanitätsräume und stellten für die den Höhenzug verteidigenden Einheiten eine letzte Zuflucht dar. Der unterirdische Schutzbunker Quatre Cheminees, der ursprünglich zur Unterbringung der Soldaten und als Reserve-Gerätelager konzipiert war, ist noch heute intakt. Er liegt in 8 Metern Tiefe unter Felsen und besitzt 4 Luftschächte. Im selben Hang liegt auch der gemauerte Eingang zu einem kleinen Gerätelager. Darin wurde zusätzliche Munition für die weiter von der Stadt entfernten Artillerieeinheiten (z.B. MF3) gelagert. Zur Beförderung der Geschütze, zum Nachschub der Munition aus den Arsenalen und auch gelegentlich zum Transport von Verpflegung, Werkzeugen oder anderen Materials waren die einzelnen Anlagen dieses Gebietes wie auch der gesamte Verteidigungsgürtel durch ein Netz von strategischen, gemauerten Gängen und schmalen Eisenbahnlinien mit dem Herzstück Verdun verbunden.

Bei den Angriffen der Deutschen vor Verdun mit ihrem unablässigen Artilleriefeuer in nie dagewesener Heftigkeit wurden nicht nur die Hochbauten der Wehranlagen und ihre Zugänge zerstört, sondern auch die Verbindungswege mit dem Hinterland pausenlos unterbrochen. Da keine mit Karren befahrbaren Wege verwendet werden konnten, waren die engen und voller Trümmer und Leichen liegenden Gänge die einzigen Verbindungswege zur Front. Der dem unterirdischen Schutzbunker Quatre Cheminees gegenüberliegende Weinberghang (Ravin des Vignes) wurde zur neuen Versorgungslinie einer Front die Menschen und Geräte wie ein Ungeheuer regelrecht verschlang. In diesem Abhang verliefen zahlreiche unsichere Verbindungswege, die bei den nächtlichen Ablösungen regelmäßig beschossen wurden. Um die heikle Verbindung zwischen der vordersten Front und den Schutzbunkern aufrechtzuerhalten, mussten Verbindungsmänner, sogenannte "Läufer" (Coureurs). unter dem Artilleriefeuer durch die Schusslinien gesandt werden, was den wenigsten gelang. Zur Information und Anforderung von Artillerieunterstützung wurden auch Leuchtraketen eingesetzt, wobei nie sicher war, ob diese in dem heillosen Kampfgewirr nicht die eigenen Männer treffen würden.

Text Infotafel

Aktualisiert:

Literaturtipps:

Das Magazin beinhaltet einen Artikel von Marcus Massing und Stephan Klink über die Panikforts von Verdun



Das große Verdun-Handbuch 

von Stephan Klink


Hier erhältlich (Bitte anklicken)


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Ein ganz persönlicherer Tipp:

Seit dem 15.09.13 erhältlich: Sommer in Fleury -  

Ein Roman von

Andreas Gaubatz 

Jan Erhartitsch

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Ein sehr empfehlenswertes Buch meiner guten Bekannten Susanne Dittrich

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"In dem Buch werden die 2013 entdeckten Aufzeichnungen des Autors veröffentlicht, der 1916 vor Verdun in Kriegsgefangenschaft geriet 

Seine detaillierten Einblicke in das Schicksal vieler hunderttausender Kriegsgefangener wurden von S. Janke mit 25 Abbildungen, Karten und Erläuterungen kenntnisreich ergänzt."

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Sehr empfehlenswert:

Das neue Buch von Wim Degrande

Hier erhältlich: 

Argonne 1418.be

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