P.C.118

 

 

"Vom zur Befestigungsanlage Thiaumont gehörenden Kampfschutzbunker P.C.118 sind nur noch ein paar Steinblöcke sowie von der Eisenbewehrung zusammengehaltene Trümmer übrig. Er wurde in der deutschen Angriffswelle vom 23. Juni 1916 gestürmt und den ganzen Sommer über unerbittlich umkämpft, bis er durch die französische Offensive vom 24. Oktober, bei der auch die Verteidigungsanlage Douaumont befreit wurde, schließlich wieder zurückgewonnen wurde.

Der inmitten des verwüsteten Schlachtfelds gelegene Kampfschutzbunker stellte eine betonierte Zufluchtsinsel für die hier kämpfenden Einheiten dar. Er war der einzige Hoffnungsträger für die Soldaten, die den Auftrag hatten, die hier in Stellung befindlichen Einheiten abzulösen, wenn sie mit großer Not an den feindlichen MG-Nestern vorbeigekommen waren und bei ihrer Ankunft am frühen Morgen voller Entsetzen das Ausmaß an Zerstörung und Leiden an dieser Front erkannten.

Der schwache Kampfschutzbunker, dessen Mauern unter den hämmernden Einschüssen zerbröckelten, zitterten und bebten, trieb die wenigen Überlebenden des Massakers vollends in den Wahnsinn. Sie saßen gedrängt im Halbdunkel, im Jod- und Verwesungsgestank der Leichen, umgeben von den Schreien der sich vor Schmerz krümmenden Verwundeten der hier improvisierten Sanitätsstelle. Draußen arbeiteten die Kameraden unermüdlich an der Ausbesserung der Stellung. Sie gruben, hackten und versuchten, die Verbindungsgräben wieder herzurichten.

Im Gebiet um diesen Schutzraum wurden die legendären waghalsigen Angriffsvorstöße unternommen. In kleinen Sprüngen pirschten die Soldaten in winzigen, isolierten Grüppchen voran, von Einschlagloch zu Einschlagloch, Einheiten, die meist die Hälfte ihrer Männer im gegnerischen Artilleriefeuer verloren hatten.

Die Soldaten schlugen sich hier aber auch am Boden, mit Handgranaten und Gewehren im direkten Nahkampf um jeden Meter Land, 100 Meter, 200 Meter, manchmal noch weniger...Sie lieferten sich furchtbare Gefechte, bisweilen sogar mit Schaufeln, und sobald die gestürmte Stellung eingenommen war, mussten sie sich schon auf den unweigerlich folgenden Gegenangriff vorbereiten".

 Text vom Hinweisschild des Bunkers

 

 

 

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Gastbeitrag

 

Verdun 2017

von Gerhard Rau

 

 

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Aktualisiert:

Literaturtipps:

Das Magazin beinhaltet einen Artikel von Marcus Massing und Stephan Klink über die Panikforts von Verdun



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Ein Roman von

Andreas Gaubatz 

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Ein sehr empfehlenswertes Buch meiner guten Bekannten Susanne Dittrich

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Seine detaillierten Einblicke in das Schicksal vieler hunderttausender Kriegsgefangener wurden von S. Janke mit 25 Abbildungen, Karten und Erläuterungen kenntnisreich ergänzt."

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Sehr empfehlenswert:

Das neue Buch von Wim Degrande

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