VESTIGES DE LA POUDRIERE

 

PULVERKAMMER VON FLEURY

 

Verdun
Hinweisschild

 

Die sogenannte Pulverkammer von Fleury diente der französischen Armee als Munitionslager für die Batterien der näheren Umgebung.

Hier lagerten Granaten, Handgranaten, Pulver, Waffen und Lebensmittel.

Am 11. Juli 1916 wurde es von bayerischen Infanterie - Regimentern genommen. Etwa 250 französische Soldaten wurde dabei gefangen genommen.

 

von den Deutschen wurde sie auch 

M.(unitions)Raum genannt

 

Die Deutschen richteten hier unter anderem einen Verbandsplatz für ihre Verletzten aus dem Schlachtfeldbereich ein.

Bereits am 17. Juli 1916 eroberten französische Einheiten die Poudriere mit heftigem MG - Feuer und dem Einsatz von Handgranaten zurück.

Am östlichen Eingang entstand durch ihre Beschießung ein heftiges Feuer.

Die in den Gängen und Räumen befindlichen Deutschen hatten Angst, dass die gelagerte Munition durch das Feuer explodieren könnte und flohen nach draussen. Dort wurden sie sie von dem französischen MG - Feuer erfasst. Von den etwa 150 Besatzern kamen hierbei 60 ums Leben, der Rest ging in französische Gefangenschaft.

 

 

 

Wachhaus kurz nach dem Krieg
Wachhaus kurz nach dem Krieg

Pulverkammer

 

Aus der Luft war diese in Fels gebaute Anlage nicht zu erkennen.

Die eisernen Tore wurden bei Tagesanbruch verschlossen, da die französischen Stellungen nur etwa 200 Meter entfernt lagen und die Eingänge unter ständigem MG – Beschuss hielten. Die Gänge waren überfüllt mit Schwerverletzten, da der Platz im Lazarett - Raum hoffnungslos überfüllt war. Das Verlassen und Betreten des Werks war nur nachts, im Schutze der Dunkelheit möglich. Dementsprechend groß war dann auch das Gedrängel, da man auch nur nachts versuchen konnte, aus irgendeinem Granattrichter in der Nähe Wasser zu besorgen, aber auch ständig Melder ankamen oder aufbrachen und fortwährend neue Verwundete aus dem Bereich um Fleury heran transportiert oder von dort aus zum Fort Douaumont gebracht wurden.

Wachhaus 2010
Wachhaus 2010

Am 17. Juli kam es zum französischen Sturmangriff auf das Werk. Von oberhalb der Anlage stießen die Angreifer durch die Verteidigungslinie und warfen Handgranaten in die Eingänge. Es war nicht mehr möglich, die Tore zu öffnen und herauszutreten, da von französischer Seite auf jede Bewegung sofort mit Handgranaten und MG –Feuer reagiert wurde. Im Morgengrauen griffen die Franzosen mit Flammenwerfern an. Bei diesem Angriff starben in den Gängen und Räumen etwa 60 Deutsche sofort. Heraus flüchtende Soldaten wurden vom MG – Feuer erfasst. Die Verletzten, die sich nicht fortbewegen konnte erstickten in den Räumen.

Der Rest (etwa eine ganze Kompanie) ergab sich und geriet in Gefangenschaft.

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