SCHLUCHTEN UND WÄLDER


Schluchten


Hassouleschlucht
Hassouleschlucht

Aufgrund der geografischen Gegebenheiten im zentralen Schlachtfeld und der Umgebung spielten die vielzählig vorhandenen Schluchten (frz. Ravins) eine wesentliche Rolle in Bezug auf Anmarschwege, Stellungsbau, Schutz vor feindlicher Artillerie, Logistik usw.

Nach fast 100 Jahren sind hier die Spuren der Kämpfe sehr konzentriert aufzufinden. Stollen, Unterstände, Gräben, Granattrichter, Ausrüstungsgegenstände, Blindgänger usw. zeugen von der Intensität der Kämpfe.

Viele der Schluchten befinden sich heute noch in einem fast ursprünglichen Zustand. Einige sind begehbar, wenn auch nur mit großer Vorsicht, da die große Menge nicht geräumter Munition und Blingänger große Gefahren darstellen.

Einige dieser Schluchten liegen im militärischen Sperrgebiet, andere sind über die offiziellen Wanderwege gut erreichbar.

Die meisten dieser Schluchten bekamen während der Kämpfe auf der deutschen Seite deutsche Namen. So wurde beispielsweise aus der Ravin du Helly die Minze(n)schlucht.

Andere Namen wurden einfach übernommen und nur übersetzt (Ravin des Vignes – Weinberg-schlucht, Ravin de la mort – Todesschlucht).

Um die einzelnen, von mir vorgestellten Schluchten besser einordnen und auf den Wanderkarten wieder finden zu können, benenne ich sie mit beiden Namen.

 

 

Wälder

 

Pfefferrücken - Cote - du - Poivre
Pfefferrücken - Cote - du - Poivre

Ähnlich wie bei den Schluchten verhält es sich auch bei den Wäldern des zentralen Schlachtfeldes und der Umgebung. Ob Kampfgebiet oder Hinterlandstellung – überall zeugen Lauf- oder Schutzgräben, Unterstände und Stollen oder Ausrüstungs-gegenstände, Blindgänger und Granattrichter von der Zeit der schweren Kämpfe. Einige dieser Wälder wirken noch sehr ursprünglich und unberührt, andere sind aufgeforstet und bearbeitet. Viele Bereiche – gerade im zentralen Schlachtfeld – wurden bewusst so bepflanzt, dass ein Betreten durch den dichten Bewuchs so gut wie unmöglich ist.

Das Betreten ist auch heutzutage noch sehr gefährlich, lauern doch häufig noch Reste von Stacheldrahthindernissen und Munition. Nicht selten tragen Souvenirjäger bei ihren Exkursionen abseits der Wege Verletzungen davon oder bezahlen ihre Leichtfertigkeit sogar mit dem Leben. Mittlerweile stößt man immer häufiger auf Spuren, die durch Sondler verursacht wurden. Hiervon ist dringend abzuraten, da dies absolut verboten ist und mit hohen Strafen geahndet wird. Ranger oder Forstangestellte gehen in der Region häufiger Streife und lassen nicht mit sich spaßen.

 

Wellblechelement in der Chaufourschlucht - Ravin du Chaufour
Wellblechelement in der Chaufourschlucht - Ravin du Chaufour

 

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